Die ersten 17 Dieselgeneratoren aus der Schweiz trafen am 4. Maerz 2026 in Kyjiw ein und wurden dem Staatlichen Dienst fuer Notfallsituationen (DSNS) uebergeben. Dies markiert den Beginn der Umsetzung eines umfangreichen Pakets zur dringenden Energieunterstuetzung, das vom Schweizer Bundesrat genehmigt wurde.

Die erste Ausruestungslieferung im Rahmen eines neuen Schweizer Hilfspakets ist in Kiew eingetroffen. Am 4. Maerz 2026 wurden die ersten 17 Dieselgeneratoren, die die Schweiz zur Unterstuetzung der Ukraine waehrend der schweren Energiekrise beschafft hat, offiziell an die ukrainische Seite uebergeben. Empfaenger dieser Lieferung war der Staatliche Dienst der Ukraine fuer Notfallsituationen (DSNS). Dieses Ereignis markiert den Beginn einer umfassenden Lieferung im Rahmen des von der Schweizer Bundesrat am 11. Februar 2026 genehmigten Nothilfepakets fuer den Energiesektor.
Die Uebergabezeremonie fand in der Region Kiew statt. Die Ausruestung ist fuer die Verteilung in jenen Regionen bestimmt, in denen der Bedarf am groessten ist, insbesondere in Gebieten mit zerstoerter oder stark beschaedigter Energieinfrastruktur.
Offizielle Zeremonie und Prioritaeten der Hilfe
An der offiziellen Uebergabefeier der Generatoren nahm Jean-Luc Bernasconi, Leiter der Abteilung fuer internationale Zusammenarbeit der Schweizer Botschaft in Kiew, teil. In seiner Ansprache betonte er, dass die Generatoren dort eingesetzt wuerden, wo sie am dringendsten benoetigt wuerden, entsprechend der Prioritaet der Beduerfnisse.
Laut dem Vertreter der Botschaft soll diese Hilfe "spuerbare Ergebnisse fuer die ukrainische Bevoelkerung" bringen. Im Rahmen des gesamten Lieferpakets geht es um die Unterstuetzung der Lebensgrundlagen fuer mehrere hunderttausend Menschen.
Inhalt des Energiepakets und Logistik
Die in die Hauptstadt gelieferten Dieselgeneratoren sind nur ein Teil eines umfassenderen Energiehilfepakets, das von der Schweizer Regierung im Februar genehmigt wurde. Das Gesamtvolumen der Hilfe umfasst verschiedene Ausruestungsgegenstaende zur Stabilisierung der Energieversorgung.
Schluesselkomponenten des Hilfspakets:
- Rund 70 Dieselgeneratoren unterschiedlicher Leistung, die in einzelnen Partien geliefert werden.
- 18 Gasenergieanlagen (electricity units / electricity modules). Diese sollen an die Betreiber von Fernwaermeverbundnetzen in vier Grossstaedten gesendet werden, die besonders stark von der Energiekrise betroffen sind.
Die Schweizer Behoerden betonen ausdruecklich, dass fuer die Installation und Inbetriebnahme der Gasanlagen eine ernsthafte technische Vorbereitung vor Ort erforderlich ist. Aus diesem Grund werden sie spaeter und schrittweise in die Ukraine geliefert.
Was die Logistik der laufenden Lieferungen betrifft, so wird berichtet, dass die Generatoren auf schwere Lastwagen geladen und ab dem 20. Februar von der Schweiz aus versendet wurden. Die ersten Lieferungen trafen ab dem 24. Februar in der Ukraine ein. Es ist geplant, dass alle Dieselgeneratoren bis Ende Maerz geliefert werden.
Verteilung der Ausruestung und Koordination in der Ukraine
Gemaess offiziellen Informationen ist der Mechanismus zur Verteilung der Hilfe wie folgt aufgebaut: Ein Teil der Dieselgeneratoren und mobilen Heizsysteme wird direkt an den Staatlichen Dienst fuer Notfallsituationen (DSNS, Zivilschutz- und Notfalldienst) uebergeben. Ein weiterer Teil der Hilfe, der groessere und leistungsfaehigere Loesungen umfasst, ist fuer dringende Energie- und Waermebedarfszwecke bestimmt. Dieser Prozess erfolgt unter der Koordination des ukrainischen Ministeriums fuer Gemeindenentwicklung und Territorien.
Der stellvertretende Leiter des DSNS, Roman Prymush, dankte der Schweiz fuer ihre schnelle Reaktion auf die Anfrage und die geleistete Unterstuetzung unter den Bedingungen der schwierigen Energiesituation.
Hintergrund der Entscheidung und Finanzierung
Die Schweizer Behoerden fuehren die Entscheidung zur Bereitstellung dieses Pakets auf die Tatsache zurueck, dass die Ukraine "die schwerste Energiekrise seit Kriegsbeginn" erlebt hat. Ursache dafuer waren intensive Angriffe auf zivile Energieinfrastrukturanlagen, infolgedessen Millionen von Menschen bei niedrigen Temperaturen ohne Stromversorgung blieben.
Gemaess einer offiziellen Mitteilung wurde das Gesuch um dringende Unterstuetzung im Januar am Rande des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos geaeussert. Der ukrainische Praesident Wolodymyr Selenskyj richtete eine entsprechende Bitte an den Praesidenten der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Guy Parmelin, und Bundesrat Ignazio Cassis.
Das Hilfspaket wurde mit einem Ausgabenrahmen von bis zu 32 Millionen Schweizer Franken genehmigt. Die Finanzierung erfolgt aus dem Budget des Staatssekretariats fuer Wirtschaft (SECO) im Rahmen des Ukraine Country Programme. Die Organisation und Logistik wird von der Schweizerischen Agentur fuer Entwicklungszusammenarbeit (SDC) uebernommen. Die Koordination der Lieferung erfolgt unter der Leitung des Delegierten des Bundesrates fuer die Ukraine, Jacques Gerber.
Allgemeiner Unterstuetzungskontext
In der Mitteilung des Eidgenoessischen Departements fuer auswaertige Angelegenheiten (EDA) wird auch der Gesamtumfang der Hilfe erwaehnt. Seit Februar 2022 hat die Schweiz knapp 900 Millionen Schweizer Franken fuer die internationale Zusammenarbeit fuer die Ukraine und die Nachbarlaender bereitgestellt.
Quellen
- Eidgenoessisches Departement fuer auswaertige Angelegenheiten der Schweiz (EDA)
- News Service Bund / Bundesbehoerden der Schweiz
- swissinfo.ch
Diese Nachricht wurde auf Anfrage von Vladyslav Kulbachnyi uebersetzt. Sprache: Ukrainisch -> Deutsch (Schweiz). Datum und Uhrzeit: 2026-05-07 23:07 UTC. Modell: gemini/gemini-2.5-flash-lite.