Bildungssystem in der Schweiz
Das Schweizer Bildungssystem hat mehrere Stufen. Die obligatorische Schule dauert el f Jahre. Danach kann man sich entweder beruflich und oder schulisch weiter ausbilden. Ein Wechsel zu einem anderen Bildungsweg ist fast immer möglich. Zum Beispiel können Personen auch nach einer beruflichen Ausbildung an einer Hochschule studieren. Mit einer Berufsmatura können Sie eine Fachhochschule besuchen. Je nach Studium sind zusätzliche Vorbereitungskurse nötig. Obligatorische Schule In der Schweiz gehen die Kinder in der Regel in eine öffentliche Schule. Sie ist für alle Schülerinnen und Schüler kostenlos. Das neue Schuljahr beginnt nach den Sommerferien. Die Kantone haben unterschiedliche Schulsysteme und Lehrpläne.
Die Pflicht-Schulzeit dauert elf Jahre. Sie hat folgende Stufen:
– Kindergarten/Basisstufe (zwei Jahre) und Primarschule (sechs Jahre)
– Sekundarstufe I (drei Jahre)
Nach der sechsten Klasse der Primarschule wechseln die Kinder in die Sekundarstufe I. Je nach Leistung besuchen die Schülerinnen und Schüler ein anderes Unterrichts-Niveau. Jeder Kanton hat eigene Bezeichnungen für die Niveaus. Auch die Schulen sind in jedem Kanton anders organisiert. Informieren Sie sich auf der Website Ihres Kantons und fragen Sie die Ansprechperson der Schule.d www.benevol-jobs.ch ↗ Dies wird in der Grafik mit den
Pfeilen symbolisiert:
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Wann kommen Kinder in den Kindergarten? Kinder kommen in der Regel mit vier Jahren in den Kindergarten. Um in den Kindergarten zu gehen, sollte das Kind bereits etwas selbstständiger sein und die lokale Sprache sprechen. Das Kind kommt in den Kindergarten, wenn es vor dem Stichtag vier Jahre alt geworden ist. Der Stichtag ist in jedem Kanton anders (zwischen dem 1. April und dem 31. Juli). Der Kindergarten ist kostenlos und gehört zur obligatorischen Schulzeit. Kinder, die noch nicht bereit sind für den Kindergarten (zum Beispiel wegen der Sprache oder der Selbstständigkeit), beginnen ein Jahr später. Die Eltern oder die Schulbehörde entscheiden, ob ein Kind bereit ist für die Schule. Wenn ein Kind später eingeschult wird, müssen Sie ein RückstellungsGesuch stellen. Mein Kind kann noch nicht in den Kindergarten. Was gibt es für andere Möglichkeiten? Möchten Sie Ihr Kind vor dem Kindergarten in ein Spiel- oder Betreuungs-Angebot schicken? Dann kann es eine Spielgruppe und Kinder-Tagesstätte (Kita) besuchen. Diese Angebote kosten etwas, es gibt aber Unterstützungs-Beiträge. Wenn Sie bestimmte Bedingungen erfüllen, können Sie bei Ihrem Kanton Betreuungs-Gutscheine beantragen. Haben Sie kein Anrecht auf Unterstützungs-Beiträge? Dann fragen Sie Ihren Sozialdienst, ob er Angebote finanziert, damit Ihr Kind die Sprache lernen kann. Mein Kind ist zwischen vier und fünfzehn Jahre alt. Wie finden wir die richtige Schule? Melden Sie Ihr Kind oder Ihre Kinder bei Ihrer Wohngemeinde an. Die Schulbehörde sucht dann nach der besten Möglichkeit. Sie prüft, welche Schule in der Nähe Ihres Wohnorts liegt und noch Plätze hat. Oft beginnen die Schülerinnen und Schüler mit einem intensiven Sprachunterricht in der lokalen Sprache. Kann mein Kind mit dem ukrainischen Lehrplan weiterlernen? In der Regel kommen Kinder aus der Ukraine in eine lokale Schule an ihrem Wohnort. Je nach Kanton gibt es besondere Angebote, zum Beispiel Integrationsklassen, oder die Kinder kommen in eine normale Klasse (Regelklasse). Besprechen Sie die Möglichkeiten mit Ihrem Sozialdienst. Ich habe ein Kind mit besonderem Bildungsbedarf oder mit einer Behinderung. Wo bekomme ich Unterstützung? Braucht Ihr Kind eine besondere Schule oder Förderung, sind die Kantone zuständig. Melden Sie Ihr Kind zuerst bei Ihrer Wohngemeinde an. Die Gemeinde kann Sie beraten, ob Ihr Kind in der Schule Ihres Wohnorts unterstützt werden kann oder ob es eine besondere Schule besuchen kann. Hat Ihr Kind eine Behinderung und haben Sie Fragen oder Probleme? Kontaktieren Sie Pro Infirmis, die Schweizer Organisation für Menschen mit einer Behinderung.