Nach der Schule: Berufslehre oder Gymnasium
Sekundarstufe II: Lehre (EBA/EFZ), Berufsmaturität, Gymnasium, FMS und das Programm INVOL für Jugendliche aus der Ukraine.
Diese Seite hilft bei der Wahl zwischen Berufsbildung, schulischem Weg und Vorbereitung nach der obligatorischen Schule. Verbindlich entscheiden Kanton, Schule und Lehrbetrieb.
EBA und EFZ
EBA dauert in der Regel zwei Jahre, EFZ drei oder vier. Offizielle Quelle: SBFI/SEFRI – vocational education and duration
Die zweijährige EBA sieht individuelle Begleitung vor; der Übergang EBA–EFZ wird individuell geprüft. Offizielle Quelle: SBFI/SEFRI – two-year EBA/AFP/CFP
Die Berufsbildung verbindet drei Lernorte: Lehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse. Der konkrete Wochenplan hängt von Beruf und Bildungsplan ab; Lehrvertrag und kantonale Genehmigung sind nötig. Offizielle Quelle: SBFI/SEFRI – three learning sites
Anschlusswege der Abschlüsse
EFZ plus Berufsmaturität eröffnet in der Regel den passenden FH-Zugang. Die zusätzliche Passerelle kann den universitären Weg öffnen. Die Berufsmaturität allein ist nicht der reguläre direkte Universitätszugang. Offizielle Quelle: SBFI/SEFRI – Berufsmaturität and Passerelle
Ein Fachmittelschulausweis gewährt nicht generell direkten FH-Zugang; normalerweise zählen die passende Fachmaturität und programmspezifische Bedingungen. Gymnasiale und andere schulische Wege, Dauer und Aufnahme unterscheiden sich kantonal. Offizielle Quelle: EDK/CDIP/CDPE – upper-secondary system
Lehrstelle finden
- BIZ/Berufsberatung nutzen und Berufsprofil prüfen;
- Beruf mit einer Schnupperlehre erproben;
- über LENA oder kantonalen Dienst suchen;
- CV, Motivation, Zeugnisse und Sprachnachweise vorbereiten;
- Gespräch/Probearbeit und Vertrag prüfen;
- kantonale Genehmigung abwarten. Früh beginnen und aktuellen kantonalen Kalender prüfen.
Lehrstellensuche: LENA/berufsberatung.ch; Schnupperadressen: Schnupperlehre.
Brückenangebote und INVOL
Brückenangebote, Sprachvorbereitung, SEMO und Integrationsvorlehre (INVOL) hängen von Zulassung und Plätzen ab. INVOL dauert in der Regel ein Jahr und schliesst derzeit Personen mit Status S ein; Anschlusslehre oder gleiche Firma sind nicht garantiert. Offizielle Quelle: SEM – INVOL
Status S und Erwachsenenweg
Personen mit Status S dürfen eine Berufsbildung absolvieren und arbeiten; der Arbeitgeber muss die zuständige kantonale Behörde vor Arbeitsbeginn informieren. Es gilt das Melde-, nicht das frühere Bewilligungsverfahren. Offizielle Quelle: SEM – Status S employment
Erwachsene mit Interesse an Erwachsenenlehre oder Validierung wenden sich an das kantonale Berufsbildungsamt; die Voraussetzungen werden individuell geprüft.
Drei Beispiele
- 16 Jahre: BIZ → Schnupperlehre → EBA/EFZ-Bewerbung → Vertrag und kantonale Genehmigung.
- 18 Jahre mit noch unzureichender Lokalsprache: Kanton nach Sprache/Brücke oder INVOL vor der Lehre fragen.
- Nach EFZ: Arbeit, Berufsmaturität/FH und Passerelle/Universität vergleichen; jeder Schritt hat eigene Zulassung.
Danach Studium geplant? Siehe Hochschulzulassung.
Quellen
- SBFI/SEFRI: vocational education overview and duration
- SBFI/SEFRI: two-year EBA/AFP/CFP
- SBFI/SEFRI: three learning sites
- SBFI/SEFRI: Berufsmaturität and Passerelle
- berufsberatung.ch: apprenticeship search
- berufsberatung.ch: Schnupperlehre
- SEM: Integrationsvorlehre INVOL
- SEM: Status S employment notification