Rechtsschutz
Die Rechtsschutzversicherung: wann sie nützlich ist, was ausgeschlossen ist und wie man keine Police kauft, die nicht greift.
Die Rechtsschutzversicherung bezahlt Anwälte, Gerichte und Gutachten bei Streitigkeiten — mit dem Arbeitgeber, dem Vermieter, dem Versicherer oder nach einem Unfall. Die Hauptregel: Die Police muss vor dem Konflikt bestehen — laufende Streitigkeiten sind nicht gedeckt.
Die zwei Hauptarten
- Privatrechtsschutz: Arbeitsstreitigkeiten, Mietrecht, Konsumkonflikte, Streit mit Versicherern
- Verkehrsrechtsschutz: alles rund um Auto und Strasse — Unfälle, Ausweis, Bussen, Streit mit dem Autoversicherer
- die Kombi-Police kostet meist CHF 250–400 pro Jahr
Wann er wirklich nützt
- Sie mieten eine Wohnung: Streit um Kaution, Mietzinserhöhung, Kündigung — die häufigste Fallkategorie
- Konflikt mit dem Arbeitgeber: Kündigung, unbezahlte Stunden, Arbeitszeugnis
- Sie fahren Auto: Ohne Police kostet der Anwalt nach einem Unfall schnell Tausende
Worauf im Vertrag achten
- Wartefrist (Karenzfrist): Für einige Streitarten greift die Police erst nach 1–3 Monaten
- Ausschlüsse: Familienrecht, Erbrecht und Streit mit dem Rechtsschutzversicherer selbst sind oft nicht gedeckt
- Deckungslimite und freie Anwaltswahl — nicht in allen Policen
- kostenlose erste Schritte: Bei Arbeits- und Mietfragen zuerst Gewerkschaften, den Mieterverband oder den Sozialdienst fragen
Quellen und nützliche Links
Mieterverband: Schutz für Mieter.
Dieser Leitfaden wird noch überarbeitet und ist nicht die endgültige Fassung. Wir prüfen und ergänzen die Informationen; bitte gleichen Sie wichtige Entscheidungen mit offiziellen Quellen und den zuständigen Stellen ab.