Führerausweis
Wenn Sie mit einem ukrainischen Führerausweis in die Schweiz gekommen sind, ist es wichtig, zwei Dinge zu verstehen: Sie dürfen damit nur eine begrenzte Zeit fahren, und für den Erwerb eines schweizerischen Führerausweises ist in der Regel ein Umtauschverfahren über das kantonale Strassenverkehrsamt erforderlich.

1. Direkt nach der Einreise
Wenn Sie einen gültigen ukrainischen Führerausweis besitzen, können Sie diesen zu Beginn Ihres Aufenthalts in der Schweiz nutzen.
Ein internationaler Führerausweis ist in der Regel nicht erforderlich, wenn die Kategorien im Ausweis in lateinischer Schrift angegeben sind. In einigen Situationen kann er jedoch als zusätzliche Bestätigung nützlich sein.
In dieser Phase muss nichts dringend geändert werden. Wichtig ist, dass der Ausweis gültig ist und Sie das Originaldokument besitzen.
2. Wann die Frist beginnt
Mit einem ausländischen Führerausweis darf man nur während der ersten 12 Monate ab dem Einreisedatum in die Schweiz fahren.
Für Personen mit Status S ist es besonders wichtig, diese Frage sofort nach Erhalt des Status zu prüfen, aber die grundlegende Frist für den Umtausch sollte ab dem Einreisedatum in die Schweiz gerechnet werden.
3. Wie lange man mit einem ukrainischen Führerausweis fahren darf
Während der ersten 12 Monate ab dem Einreisedatum in die Schweiz dürfen Sie mit einem ukrainischen Führerausweis legal ein Fahrzeug führen.
Nach Ablauf dieser Frist dürfen Sie damit nicht mehr fahren, bis Sie einen schweizerischen Führerausweis erhalten haben.
4. Kann der Führerausweis später umgetauscht werden
Ja. Auch wenn mehr als 12 Monate vergangen sind, ist der Umtausch des Führerausweises in der Regel immer noch möglich.
Es ist jedoch wichtig, zwei Dinge zu unterscheiden: das Fahrrecht und das Umtauschrecht.
Nach Ablauf von 12 Monaten haben Sie kein Recht mehr, mit einem ukrainischen Führerausweis in der Schweiz zu fahren. Das Umtauschverfahren selbst kann jedoch auch später durchgeführt werden, sofern Ihr Ausweis gültig ist und der Kanton den Antrag annimmt.
5. Was nach 12 Monaten passiert
- Fahren mit ukrainischem Führerausweis ist nicht mehr erlaubt;
- mögliche Bussen;
- im Falle eines Unfalls können ernsthafte Probleme mit dem Versicherungsschutz und der Anerkennung des Fahrrechts entstehen.
Daher ist es besser, den Umtauschantrag frühzeitig und nicht im letzten Moment einzureichen.
6. Wie der Umtausch abläuft
Für den Umtausch ist das kantonale Strassenverkehrsamt zuständig: Strassenverkehrsamt, Service des automobiles oder ein ähnlicher Dienst in Ihrem Kanton.
Bei ukrainischen Führerausweisen sollte man in der Regel nicht mit einem automatischen Umtausch ohne Prüfung rechnen. Da die Ukraine nicht zu den EU-/EFTA-Ländern gehört, ist in vielen Fällen eine Kontrollfahrt erforderlich.
Dies ist kein vollständiger Kurs zum Erwerb eines Führerausweises von Grund auf, sondern eine praktische Überprüfung, ob Sie sicher nach schweizerischen Regeln fahren können.
7. Wie die Kontrollfahrt abläuft
Nach Einreichung des Antrags prüft das kantonale Amt die Dokumente und legt einen Termin für die Kontrollfahrt fest.
Im Einladungsschreiben werden in der Regel Datum, Uhrzeit und Ort der Prüfung sowie die mitzubringenden Dokumente angegeben.
Zumeist sind dies Dokumente über das Auto, Versicherungsnachweise und andere Papiere, die bestätigen, dass das Fahrzeug am Straßenverkehr teilnehmen darf.
Zumeist stellt die Behörde kein Auto zur Verfügung. Deshalb muss man mit dem eigenen Auto oder mit dem Auto eines Fahrlehrers kommen.
Hier gibt es wichtige kantonale Unterschiede. Zum Beispiel weist der Kanton Waadt direkt darauf hin, dass für den course de contrôle ein Fahrzeug der entsprechenden Kategorie benötigt wird, das in der Schweiz registriert ist.
Dort wird auch separate Hilfe eines Fahrlehrers empfohlen. Ein Übersetzer kann die Anweisungen vor Beginn der Prüfung erklären, ist aber während der eigentlichen Kontrollfahrt nicht anwesend.
Wenn Sie mit einem ausländisch registrierten Auto kommen, sollten Sie sich im Voraus bei der kantonalen Behörde erkundigen, welche Fahrzeugdokumente sie in Ihrem Fall akzeptieren. Eine genaue Liste ist am besten im Einladungsschreiben zu finden.
8. Ein sehr wichtiger Punkt: nur ein Versuch
Die Kontrollfahrt kann nur einmal durchgeführt werden.
Wenn Sie die Kontrollfahrt erfolgreich bestehen, erhalten Sie das Schweizer Führerschein.
Wenn Sie sie nicht bestehen, dürfen Sie in der Schweiz nicht mehr Auto fahren und müssen den Führerschein nach der vollen Prozedur erhalten: Theorie, Lernführerschein, obligatorische Lernschritte und eine normale praktische Prüfung.
Genau deshalb sollte man diese Fahrt nicht als Formalität betrachten.
9. Was normalerweise für den Umtausch benötigt wird
- Original des ukrainischen Führerscheins;
- Antrag auf Umtausch;
- Sehtest (Sehtest);
- Fotografie;
- Personalausweis;
- Bestätigung des Wohnsitzes im Kanton.
Eine Übersetzung ist nicht immer erforderlich. Wenn die Daten und Kategorien im Führerschein lesbar sind, kann sie nicht verlangt werden. Es ist jedoch ratsam, im Voraus die Anforderungen Ihres Kantons zu überprüfen.
10. In welcher Sprache die Prüfung stattfindet
Die Kontrollfahrt findet in der Sprache des Kantons statt.
- in einem deutschsprachigen Kanton normalerweise auf Deutsch;
- in einem französischsprachigen Kanton auf Französisch;
- in einem italienischsprachigen Kanton auf Italienisch.
Es ist daher wichtig, nicht nur Auto fahren zu können, sondern auch die grundlegenden Befehle des Prüfers zu verstehen.
11. Wie man sich am besten vorbereitet
Die vernünftigste Option ist, mindestens eine Probeunterrichtsstunde mit einem lokalen Fahrlehrer zu nehmen.
- Der Fahrlehrer zeigt typische Fehler nach Schweizer Regeln;
- erklärt, was der Prüfer erwartet;
- hilft, sich an die lokale Fahrweise, die Schilder, die Prioritäten, die Kreisverkehre und das Parken zu gewöhnen;
- kennt oft die typischen Gebiete, in denen die Prüfung stattfindet.
Es hat Sinn, sich in der Nähe des Prüfungszentrums und auf ähnlichen Routen zu trainieren, um den Stress zu reduzieren und Überraschungen am Tag der Prüfung zu vermeiden.
Ein Fahrlehrer kann normalerweise am einfachsten in Google Maps unter den Suchbegriffen Autoschule, Fahrschule oder auto-école gefunden werden.
12. Wie viel es kosten kann
- Schweizer Führerschein: ungefähr 40-50 CHF;
- Kontrollfahrt der Kategorie B: ungefähr 134 CHF in Zürich und etwa 130 CHF im Kanton Waadt;
- internationaler Führerausweis: etwa 20-30 CHF je nach Kanton.
Die Vorbereitung mit einem Fahrlehrer wird separat verrechnet. Gemäss den offenen Tarifen der Fahrschulen betragen die typischen Kosten für eine Lektion etwa 90–110 CHF für 45–60 Minuten.
13. Nützliche Links
Für praktische Fragen und Erfahrungen anderer Fahrer können Sie sich auch an die Gruppe wenden "ПОЕХАЛИ" - Автолюбители Швейцарии / Automobilisten in der Schweiz.