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Leitfaden

Anerkennung ukrainischer Diplome

Wann die offizielle Anerkennung eines ukrainischen Diploms nötig ist, wohin man sich wendet (SBFI, Rotes Kreuz, EDK), was es kostet und wie man vorgeht.

Ob ein ukrainisches Diplom anerkannt werden muss, hängt vom Beruf ab. Für reglementierte Berufe (Medizin, Pflege, Pädagogik, Psychologie, Bauberufe u. a.) ist die Anerkennung obligatorisch. Bei allen anderen entscheidet der Arbeitgeber — eine offizielle Niveaubestätigung hilft aber deutlich bei der Stellensuche.

Erster Schritt: anerkennung.swiss

Prüfen Sie auf anerkennung.swiss, ob Ihr Beruf reglementiert ist und welche Stelle für die Anerkennung zuständig ist. Danach geht es je nach Bereich weiter.

Zuständige Stellen

  • die meisten Berufe — SBFI (Staatssekretariat für Bildung): Niveaubestätigung für nicht reglementierte Berufe CHF 350; Anerkennung für reglementierte CHF 550; Bearbeitung im Schnitt ~4 Monate. SBFI: Anerkennung von Berufsqualifikationen
  • Gesundheitsberufe (Pflegefachpersonen, Hebammen u. a.) — Schweizerisches Rotes Kreuz: Start mit dem kostenlosen PreCheck auf precheck.ch; das volle Verfahren kostet rund CHF 930–1 000 plus CHF 130 für die Registrierung
  • Ärztinnen, Zahnärzte, Apothekerinnen mit universitärem Diplom — die Kommission MEBEKO beim Bundesamt für Gesundheit
  • Lehrpersonen und Pädagogen — EDK: Anerkennung pädagogischer Diplome

Welche Unterlagen vorbereiten

  • Diplom und Notenbeilage; sind die Dokumente in der Ukraine geblieben, bestellen Sie elektronische Auszüge über die staatlichen Register
  • beglaubigte Übersetzungen in die Amtssprache des Kantons oder Englisch — klären Sie die Anforderungen der Stelle an Übersetzer
  • Nachweise der Berufserfahrung: Arbeitsbuch, Arbeitgeberbestätigungen
  • das Ergebnis ist nicht nur «ja/nein»: oft werden Ausgleichsmassnahmen verfügt — eine Prüfung oder ein Praktikum

Während das Verfahren läuft

  • in vielen Bereichen kann man ohne Anerkennung auf Assistenzstellen arbeiten — fragen Sie den Arbeitgeber
  • weisen Sie parallel die Sprache nach: für reglementierte Berufe wird meist B2 oder höher verlangt
  • die Kosten der Anerkennung übernimmt manchmal der Kanton im Rahmen der Integrationsagenda — fragen Sie Ihre Stelle; bei Sozialhilfe die Ausgaben schriftlich absprechen

Quellen und nützliche Links

Dieser Leitfaden wird noch überarbeitet und ist nicht die endgültige Fassung. Wir prüfen und ergänzen die Informationen; bitte gleichen Sie wichtige Entscheidungen mit offiziellen Quellen und den zuständigen Stellen ab.